FTP, Dropbox oder Google – wie teilen Sie Ihre Dokumente?

Meine Dropbox ist voll! Unglaublich aber wahr, denn obwohl ich sie kaum nutze, sind doch schon 2 GB. Naja, wenn ich ehrlich bin mache ich inzwischen beinahe alles über Dropbox. Aber als ich jetzt kostenpflichtig updaten wollte, habe ich es mir dann doch anders überlegt: Ist Dropbox denn wirklich sicher? Und warum nutze ich nicht FTP?

Aber zurück zum Anfang: Es fing an mit einigen wenigen Dokumenten, die man austauschen wollte. Harmloses, Belangloses, Unwichtiges. Aber es musste eben allen zur Verfügung stehen. Dann arbeitete ich mit einer Agentur zusammen, die alles mit mir als Auftraggeber per Dropbox teilte. Es war so einfach – schließlich liegt die Dropbox wie ein Ordner in meinem Finder. Und dann kamen immer mehr dazu. Hier mal einige Videos ausgetauscht, da mal die Logos zur Verfügung gestellt und dort Daten an einem zentralen Ort gesammelt.

Jetzt ist das Maß aber voll! Seit einigen Wochen kann ich nichts mehr in die Dropbox schieben, weil meine 2 GB überschritten sind. MEINE 2 GB? Nein, denn alle Boxen, die ich von anderen zugeteilt bekommen habe, zählen auch mit. Ein genialer Schachzug vom Hersteller und irgendwie ja auch verständlich, schließlich kann man nicht alles immerzu kostenlos anbieten. Und wenn man mit Dropbox erst einmal “angefixt” ist, dann will man das System ja auch nicht mehr wechseln. Also wollte ich mir einen Account bei dem Anbieter kaufen.

Und wurde von meinen Kollegen spöttisch gefragt, warum ich denn die Dateien nicht bei Google gemeinsam nutze. Mach ich ja, aber ich will mich nicht von Google abhängig machen. Ach, aber von Dropbox schon oder wie? Stimmt! Außerdem: Wie sieht es mit der Sicherheit deiner Daten in der Dropbox aus? Na, ich habe doch alles lokal nochmals abgespeichert! Falsch ruft da plötzlich das schlechte Gewissen von hinten. Inzwischen nutze ich nämlich meine Dropbox tatsächlich wie ein normales Verzeichnis – und arbeite aus Word oder Excel direkt dort hinein. Sicherheitskopie? Fehlanzeige.

Angesichts dieser Überlegungen stieg mir gestern dann doch der Schweiß auf die Stirn! Und meine Hand schlug gegen die Stirn! Wie kann man nur so verblendet sein, wie kann man sich auf sowas einlassen? Ja, ich könnte mir die Sicherheitsspeicherung bei Dropbox dazukaufen. Doch währenddessen liegt mein FTP-Server brach. Den nutze ich kaum noch – zu umständlich. Dabei können auch FTP-Server inzwischen gut eingebunden werden in die Oberfläche eines jeden Rechners. Dank zahlreicher kleiner Tools ist das kein Problem mehr.

Also habe ich kein kostenpflichtiges Update in der Dropbox gekauft und baue nun meinen FTP-Server weiter aus. Ist zwra ein bisschen mühsamer, aber spiegelt die Daten und macht regelmäßige Backups. Und gestern Nacht habe ich damit verbracht, die Daten in den vielen Dropboxen, die ich inzwischen benutze, schön fleißig auf meine lokale Platte zu speichern.

Das ist Paranoid? Nunja, ein bisschen. Aber wie teilen Sie denn Ihre Daten und Dokumente? Und wie sicher ist das denn?