Facebook: iPhone-App jetzt mit Gruppen und verbesserter Places-Funktion

Facebook hat ein Update seiner iPhone-App (kostenlos, iTunes-Link) veröffentlicht. Die neue Version 3.3.1 unterstützt Facebook-Gruppen und hat die Places-Funktion verbessert. Händler können zudem über Deals Angebote in Facebook einbinden. Eine iPad-Version lässt dagegen noch immer auf sich warten.

Die Begründung, warum das Update noch immer keine iPad-Version einschließe, fiel bei der Präsentation des Updates knapp aus: “Das iPad ist nicht mobil”, erklärte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Den Hinweis eines Journalisten, dass Apple das sicherlich anders sehe, konterte Zuckerberg: “Nun, das tut mir leid.” Damit ist die Version 3.3.1 lediglich für iPhone und iPod touch verfügbar.

Zunächst fällt auf, dass das Symbol für Freundesanfragen vom Homescreen verschwunden und in die untere Leiste im Menüpunkt “Freunde” gewandert ist.

An die Stelle des Anfragen-Icons ist nun das Gruppen-Symbol gerückt. Dahinter befinden sich eine Liste der beigetretenen Gruppen und – falls vorhanden – jeweils eine kleine Ziffer mit den ungelesenen Posts in dieser Gruppe. Mit dem Update ist es nun möglich, den Gruppen-Feed über die App zu lesen, Nachrichten an die Gruppe zu schreiben, Fotos hochzuladen oder die Liste der Gruppenmitglieder einzusehen. Es gibt dagegen keine Möglichkeit die Admin-Kontrolle oder Gruppen-Chats über die App auszuführen.

Das Places-Icon auf dem Homescreen zeigt jetzt ebenfalls durch eine Ziffer die Anzahl der Freunde an, die sich in der näheren Umgebung eingecheckt haben. Zusätzlich haben Nutzer die Möglichkeit, nicht nur sich selbst, sondern auch andere Freunde, die an diesem Place ankommen sind, zu markieren. Es können nun auch Fotos dem Checkin zugefügt werden.

Die an die verbesserte Places-Funktion gekoppelten Deals sind zunächst nur in den USA verfügbar. US-Nutzer werden beim Checkin über ein besonderes Angebot an dem jeweiligen Ort informiert. Das Modelabel Gap beispielsweise verschenkt an die ersten 10.000 Kunden eine Jeans und McDonald’s spendet für jeden eingecheckten Nutzer ein US-Dollar an seine Stiftung.

Fazit: Die Facebook-App ist schnell und mausert sich immer mehr zum Ersatz-Homescreen. Es scheint, als wolle Zuckerberg den Betriebssystemen Konkurrenz machen. Plänen für ein eigenes Facebook-Phone erteilte er jedenfalls erneut eine Absage. Die App ist schnell, intuitiv und durch die Integration der Gruppenfunktion ein nahezu vollwertiger Desktop-Ersatz. Die Kombination von Places und Deals ist eine Kampfansage an Geolocation-Services wie Foursquare.

Nach wie vor ist es bedauerlich und nicht nachvollziehbar, dass Facebook die App nicht für das iPad erweitert. Zuckerbergs barsche Absage wird viele Besitzer verärgern. Dafür gibt’s einen Punkt Abzug. Bemerkenswert am Rande ist noch der stiefmütterliche Umgang mit dem eigenen Service. Das letzte Update von Facebook auf der eigens eingerichteten iPhone-Seite stammt vom 25. August (Stand: 4.11., 11 Uhr).