Facebook Camera: Social Network bringt eigene Kamera-App fürs iPhone

Der eine Milliarde Dollar teure Kauf von Instagram scheint erste Früchte zu tragen. Facebook hat eine Kamera-App für iOS veröffentlicht. Die Software kommt mit einigen nützlichen Features, darunter Instagram-ähnlichen Filtern und Serienuploads.

Kritiker hatten befürchtet, dass der Kauf der Foto-App Instagram das Ende für die lebhafte 50 Millionen Nutzer große Community bedeutet. Facebook versprach, dass die Anwendung unangetastet weiter bestehen würde- und hielt Wort.

Dennoch nutzte man die vergangenen Wochen rund um den Börsenstart, um an einer eigenen Foto-App zu arbeiten: Facebook Camera. Diese ist nun, vorerst nur in englischsprachigen Ländern, verfügbar. Bis sie auch bei uns erhältlich ist, dürfte nicht allzu viel Zeit vergehen. Schließlich wird die Software schon in deutscher Sprache angeteasert (hier mit Video) und Facebook Deutschland erklärt, dass die App bald für alle im Appstore zum Download bereitsteht.

Was kann die Software? Kurz gesagt: Bilder aufnehmen, sie bearbeiten, mit Filtern versehen und in Serie auf Facebook hochladen. Das Social Network erfindet das Rad mit seiner Foto-App nicht neu. Dennoch macht die Anwendung einen guten ersten Eindruck.

“Ich habe doch schon eine Facebook-App, mit der ich Bilder hochladen kann”, werden Sie jetzt vermutlich denken. Das stimmt. Dennoch sparen sich Nutzer, die gerne und oft Bilder auf Facebook mit Freunden teilen, einige Arbeitsschritte.

Sie müssen nicht mehr Bilder einzeln hochladen, die sie zuvor mit einer anderen App bearbeitet haben. Die Aufnahmen lassen sich beschriften, mit einem Standort versehen, außerdem können Sie Freunde direkt markieren.

Das Social Network wird mit dem App-Launch Tatsache gerecht, dass jeden Tag 250 Millionen Bilder auf der Plattform hochgeladen werden, die mittlerweile rund 500 Millionen Nutzern mobil ansurfen. Damit erhöht das Unternehmen die Nutzungsdauer seiner über 900 Millionen Mitglieder. Vergleichbares passierte, als Facebook vor einiger Zeit seine “Messenger”-App launchte, die ein bestehendes Feature der Standard-Anwendung aufgriff, es aber um den Faktor “Schnelligkeit” ergänzte.