Durchbruch im SSD-Design: Kommt bald das 1-Terabyte-iPad?

Während der Speicher in der Cloud immer weiter wächst, stagnieren die Speicher von Smartphones und Tablets seit Langem. Die ultraschnellen SSDs kommen einfach nicht an die Größen von Festplatten heran. Das könnte sich bald ändern. Man ist kurz davor, SSDs dreidimensional zu bauen. Für iPhone würde das viel mehr Speicher auf viel weniger Raum bedeuten.

Wie viel ein gutes Solid State Drive ausmachen kann, lässt sich gut beim neuen Macbook Air beobachten. Denn wie sich herausstellt, ist das neue Macbook Air ein wahrer Speedjunkie. Die verbaute SSD ist 217 Prozent schneller als die des Vorgängers. Damit dürfte das Gerät zu den gefühlt schnellsten Notebooks gehören.

Wie OSX Daily in einem Test ermitteln konnte, schreibt das neue Modell mit 364 Megabyte pro Sekunde und liest mit 461 Megabyte pro Sekunde. Das 2011er-Modell brachte es nur auf 152 Megabyte pro Sekunde Schreibgeschwindigkeit und las mit 145 Megabyte pro Sekunde. Das entspricht einem Perfomancezuwachs von 217 Prozent.

Halten wir fest: SSDs sind schnell, verbrauchen außerdem weniger Strom und weniger Platz. Einziges Manko: der begrenzte Speicher. Die Terabyte-Schallmauer ließ sich bislang nicht knacken, was gerade professionelles Arbeiten mit großen Datenmengen problematisch machen könnte.

Extrem aufwändiger Fertigungsprozess

Da die Transistoren derzeit flach aneinandergereiht sind, müsste man den Speicher entweder noch kleiner bauen oder die Fläche vergrößern. Und gerade das würde die Vorteile der Speichertechnik neutralisieren. Warum dann nicht einfach in 3D bauen, hat sich die Firma Applied Materials gedacht.

Und voilà: Man gab am Donnerstag bekannt, in der Lage zu sein, SSDs eben nicht mehr nur flach zu bauen, sondern vergleichbar mit einer 3D-Snake-Game die Leiterbahnen auch in “obere Stockwerke” zu leiten. Ganz so einfach, wie es klingt, ist es dann aber doch nicht.

Im Gegenteil: Es erfordert eine technische Meisterleistung, weil hier auf mikroskopisch kleinen Niveau dreidimensional Transistoren extrem eng an- und übereinander angeordnet werden müssen. Technisch weitaus detaillierter wird der Prozess nebenan bei ExtremeTech erklärt.

Für uns als Endnutzer würde das bedeuten: Mehr Speicher vor allem in iPhone, iPad und iPod touch für weniger Geld. Derzeit ist beispielsweise das iPhone 4S mit 64 Gigabyte für 849 Euro erhältlich. Mit der neuen Technologie ließen sich Smartphones nicht nur günstiger fertigen. Auch Speichergrößen von einem Terabyte auf engstem Raum wären kein Problem mehr. Wir sind gespannt, wann die Technologie Marktreife hat.

(via)