Die Post-PC-Ära – oder: das iPad und seine Nebenwirkungen

Das iPad markiert den Beginn einer neuen Ära: die Post-PC-Ära. Das Marktforschungsinstitut Gartner sagt dramatische Verluste vor allem im Geschäft mit mobilen Computern voraus. Privatnutzer und Unternehmen setzen zunehmend auf alternative mobile Geräte, wie das iPad und andere mobile Geräte. Und manche von ihnen können bereits Schokolade produzieren.

Während sich die Rivalen noch am iPad 1 abarbeiten, schreitet Apple souverän voran und düpiert die Konkurrenz mit Dual-Core-Prozessor, zwei Kameras, Gyroskop und beeindruckenden Zahl: 15 Millionen verkaufte iPads im Zeitraum von neun Monaten, 65.000 für das iPad optimierte Apps, 200 Millionen Accounts, die mit iTunes, dem App Store oder dem iBooks Store verknüpft sind. Technisch kann vielleicht noch Motorolas Xoom mithalten, aber das Gesamtpaket spricht aktuell eindeutig für Apple.

Die Post-PC-Ära hat begonnen

Ungeachtet dessen hat mit dem iPad und seinen Rivalen, mit iOS und Android und mit der angestrebten Harmonisierung von Device und App die Post-PC-Ära begonnen. Und das Potenzial, das die Tablets für den Consumer-, aber auch den Enterprise-Sektor entfalten ist gewaltig – und bereits messbar. Das Marktforschungs-Unternehmen Gartner korrigierte deshalb seine Prognose für das Wachstum des PC-Marktes in diesem Jahr nach unten – von 15,9 auf nur noch 10,5 Prozent.

Vor allem das Geschäft mit Notebooks, das in den vergangenen Jahren mit Wachstumsraten um die 40 Prozent der Motor für den PC-Markt gewesen ist, kühlt merklich ab. Gartner verzeichnet ein zunehmendes Interesse der Käufer für alternative mobile Geräte, wie das iPad und andere Tablets. Dadurch verlängere sich die Haltezeit mobiler PCs, und man rechne nur noch mit Wachstumsraten von durchschnittlich weniger als zehn Prozent bis 2015.

Enormes Potenzial in allen Bereichen

Das Potenzial der Tablets ist enorm. Apple hat demonstriert, wie alternative mobile Devices zusammen mit optimierten Apps die PC-Leistung kompensieren können. Die kommende iMovie-App beispielsweise ist in Kombination mit dem A5-Prozessor ein mächtiges Video-Bearbeitungstool, und GarageBand ersetzt auf dem iPad mit ein bisschen Übung das heimische Tonstudio.

Auch im Business-Bereich sind mobile Alternativen auf dem Vormarsch. Ein bemerkenswertes Beispiel liefert die Schokoladen-Firma Tcho des Wired-Mitgründers Louis Rossetto. Tcho produziert hochwertige Schokoladen und beliefert unter anderem Starbucks. Besessen von Technologie haben die Gründer eine App entwickeln lassen, die wichtige Produktionsprozesse über das iPhone fernsteuert. Raphael Vasquez, Senior Research Analyst von Gartner, ist überzeugt: “Tablets werden auch im professionellen Bereich mehr und mehr PCs ersetzen.”

Steve Jobs hat bei der Vorstellung des iPad 2 noch einmal klar gemacht, was notwendig ist, damit die Tablets der Post-PC-Ära ihr volles Potenzial entfalten: “Die Geräte müssen intuitiver sein als herkömmliche PCs. Vor allem aber müssen Hardware und Software nahtloser miteinander verschmelzen, als es bei einem PC notwendig ist.” Das ist nicht nur als Maxime für Apple, sondern als Handlungsanweisung für den ganzen Markt zu verstehen.

Via Enterprise Efficiency – eebusiness.de

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