Die Lehren aus Foxconn: Apple will grüner und fairer werden

Apples neuer Boss Tim Cook macht erstmals von sich reden. Nicht mit neuer Technik, sondern gleich mehreren Ankündigungen, in naher Zukunft bessere Arbeitsbedingungen und mehr Umweltschutz bei Zulieferern garantieren. Es ist eine nötige Reaktion auf die Foxconn-Affäre, bei der etliche Arbeiter Selbstmord begingen. Fraglich ist allerdings, wie Apple seine Pläne umsetzen will.

Apple zeigt sich transparent: Ende vergangener Woche veröffentliche der Konzern gleich mehrere Schreiben zu Arbeitsbedingungen bei seinen Zuliefererfirmen. Außerdem gab Cupertino bekannt, künftig mit der Fair Labor Association zusammenarbeiten zu wollen, die die Arbeitsbedingungen bei weltweiten Zulieferern überwachen soll.

Vertragskündigung bei groben Verstößen

Im vergangenen Jahr war das Unternehmen in die Kritik geraten, weil einer der größten Zulieferer für IT-Unternehmen im Silicon Valley, Foxconn, mit einer Reihe von Selbstmorden auf dem Firmengelände ins Visier der Medien geriet. Die Kritik: Wie kann man Lifestyle-Produkte verkaufen, die auf Kosten der Arbeitsbedingungen anderer produziert würden?

In einem 27-seitigen Bericht verspricht Tim Cook, dass Apple und seine Partnerfirmen für die Sicherheit seiner Angestellten garantieren würden. Außerdem sollen die Produkte möglichst umweltschonend produziert werden. Um mehr Transparenz zu gewährleisten, hat der Konzern aus Cupertino eine Liste mit 156 Lieferanten veröffentlicht und erklärt, im vergangenen Jahr 229 Prüfungen bei seinen Partnern durchgeführt zu haben.

Geld für alte Apple-Geräte

Dabei hätte man sich offenbar nicht nur auf die Arbeitsbedingungen, sondern auch auf die Unterkünfte für Angestellte konzentriert. Foxconn war unter anderem die die Kritik geraten, weil den Angestellten neben Schichten mit vielen Überstunden nur wenig Möglichkeiten zur Entspannung zu Verfügung standen. Die Folge waren Prügeleien unter Angestellten. Grobe Verstöße, wie etwa Kinderarbeit, müssten außerdem umgehend beseitigt werden. So ist in dem Report auch zu lesen, dass Apple bei solchen Verstößen bereits die Zusammenarbeit beendet hat.

In Deutschland steigt Apple derweil mit einem erweiterten Recyclingprogramm ins grüne Geschäft ein – mit Vorteilen für seine Kunden. Die können nun beispielsweise ihr iPhone oder iPad online auf seinen Zeitwert schätzen lassen und das Gerät umgehend kostenlos einschicken lassen. Apple kümmert sich dann um das Recycling, der Kunde bekommt das Geld auf seinem Konto gutgeschrieben.

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