Diaballik: Football in abstrakt

Diaballik klingt wie eine Mischung aus den Wörtern “Ball” und “Diabolisch”. Das ist es wohl auch, denn das abstrakte Spiel simuliert einen mannschaftsgetragenden Ballsport, bei dem es richtig zur Sache geht. Gab es den Abstrakto bisher nur in Frankreich in schöner Holzausführung, so kommen wir nun dank iPad (3,99 Euro, App Store-Link) in den Genuss einer elektronischen Version.

Diaballik ist ein Strategiespiel für zwei. Ziel ist es, seinen Ball auf die Grundlinie des Gegners zu bringen – kennt man vom Football als Touch Down. Das Spielfeld besteht aus 7×7 Feldern. Jeder startet mit seinen Steinen auf der eigenen Grundlinie, der Ball ist im Besitz der mittleren eigenen Figur. Abwechselnd hat nun jeder Spieler zwei Aktionen: Bewegung oder Pass.

Diaballik

Mittels Bewegung darf man einen Stein um zwei Felder oder zwei Steine um ein Feld bewegen, jeweils nur orthogonal, nie diagonal und nicht auf bereits besetzte Felder. Ein Stein im Ballbesitz darf sich nicht bewegen. Anschließend kann man (muss aber nicht) den Ball passen: Er bewegt sich in gerader Linie von einem eigenen Stein zum nächsten und kann auch mehrere leere Felder überfliegen. Steht ein Gegner im Weg, geht das nicht. Die Reihenfolge ist nicht wichtig, man kann also passen und anschließend eine Figur um zwei Felder bewegen oder bewegen-passen-bewegen.

Die App für das iPad erlaubt es zwei Spielern, sich gemeinsam am Tablet gegenüber zu sitzen. Leider fehlt der Support für das Game Center, mit Onlinespielen ist also Essig. Dafür erfreut es mit einer deutschen Sprachversion, die sprachlich zwar nach Google Translate riecht, aber klar macht, worum es geht und was zu tun ist. Wer abstrakte Spiele mit klarem Mechanismus mag, der sollte sich Diaballik mal ansehen. Im Rugby-begeisterten Frankreich hat es eine ganze Menge Fans.

Der Autor Guido Heinecke betreibt die Spiele-Seite TricTrac.

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