Acht Forderungen an Apple: Das muss das iPhone 5 können

Geleakter Prototyp des iPhone 5

Am Mittwoch Abend um 19 deutscher Zeit erleben wir Vorstellung des iPhone 5 – wir berichten im Live-Ticker. Der Druck auf Apple ist groß, die Konkurrenz wird mit jedem neuen Produkt stärker. Ein einfaches Update mit größerem Display, wie in vielen Berichten spekuliert, kann nicht ausreichen, um weiterhin ganz vorne im Smartphone-Markt mitzuspielen. Es braucht mehr, viel mehr.

Apple hat mit dem iPhone die Handy-Branche revolutioniert, aber seinen großen Vorsprung inzwischen eingebüßt. Auch andere Hersteller bauen gute Smartphones und technisch gesehen liegen das Samsung Galaxy S3, das Nokia Lumia 920 und die Gerüchte um das iPhone 5 auf einer Höhe. In Cupertino müssen sich die Entwickler sehr anstrengen, um ihrem Smartphone genug Alleinstellungsmerkmale zu verpassen, um die hohen Verkaufszahlen beizubehalten.

Der Bildschirm muss größer werden

Dass der 3,5 Zoll große Touchscreen der bisherigen fünf iPhone-Generationen nicht mehr zeitgemäß ist, gilt als ausgemacht. Den Gerüchten zufolge wird das iPhone 5 über einen in die Länge gezogenen vier Zoll großen Bildschirm verfügen. Wichtig ist an diesem Punkt vor allem, dass der Monitor wächst, ob es 3,9 oder 4,1 Zoll sind ist zweitrangig – allerdings sind riesige Bildschirme mit 4,8 oder 5,2 Zoll nicht nach dem Geschmack aller Nutzer. Wichtig ist, dass Nutzer das Smartphone noch mit einer Hand bedienen können.

Um sich mit dem iPhone 5 von der Konkurrenz abzusetzen, muss Apple weiterhin einen hochaufgelösten Retina-Bildschirm verbauen. Dieser sollte aber neben einem scharfen Bild mit knackigen Details und kräftigen natürlichen Farben so hell leuchten und so wenig spiegeln, dass er im Freien bei Sonnenlicht gut zu erkennen ist – denn das iPhone ist zum Mitnehmen und zur Benutzung unterwegs gedacht.

Schickes und stabiles Handschmeichler-Gehäuse

Form, Verarbeitung und Material des iPhone 5 sind Merkmale mit denen Apple gegenüber der Konkurrenz noch vergleichsweise leicht punkten kann. Die Konkurrenz bietet zwar inzwischen auch gut verarbeitete Geräte an, setzt aber hauptsächlich immer noch auf Kunststoffe. Apple verwendet dagegen hochwertigere Materialien und soll angeblich von der Glas-Rückseite zu, Metall-Cover zurückkehren.

Mehr Leistung ist Pflicht

Aufwändigere Apps benötigen mehr Leistung. Apple darf in Sachen Prozessor und Rechenkernen nicht nur auf dem Papier mit der Konkurrenz gleichziehen. Ein Quad-Core-Chip mit mindestens 1,6 Gigahertz ist also Pflicht. Vor allem beim Speicher könnte Apple punkten. Bislang sind maximal 64 Gigabyte möglich. 128 Gigabyte würden Viel-Fotografierern zugute kommen.

LTE, sonst knallt’s

Das neue iPad sorgte mit den falschen LTE-Frequenzen für Enttäuschung unter Apple-Fans, die schneller surfen wollten. LTE ist demnach beim iPhone 5 Pflicht. Eine Beschränkung auf Nordamerika wäre tödlich für Apple, denn die Konkurrenz verkauft im Rest der Welt bereits Geräte mit dem 4G-Standard. Das die Frequenzen der LTE-Netze von Land zu Land unterschiedlich sind, lässt sich das nur schwer Apple anlasten. Allerdings bietet der Konzern bei iPhone 4 und 4S auch jeweils eine Variante für die zwei US-Mobilfunknetz-Standards anbietet. Warum dann nicht auch zwei LTE-Modelle für den deutschen Markt?

Eine bessere Kamera muss her

Will man nicht wie Nokia beim PureView 808 das Gehäuse des Smartphones ausbeulen, gehört die Kamera des iPhone 4S derzeit noch zu den Besten auf dem Markt. Noch. Bessere Bilder lassen sich nicht durch mehr Megapixel, sondern nur noch durch bessere Bildprozessoren, lichtstärkere Objektive oder größere Sensoren erreichen – wobei für letztere im iPhone eigentlich kein Platz ist. Der Konzern aus Cupertino steht nun also vor der Herausforderung, seine Kamera sukzessive zu verbessern, ohne dabei sein ursprüngliches Design zu “verraten”.

Akku drahtlos aufladen

Der Akku des iPhone 5 muss stark sein. Selbst bei intensiver Nutzung des Smartphones muss er von morgens bis abends durchhalten. Apple verfügt über Patente zum Laden per Induktion. Mit einer kabellosen Ladenvariante würde Apple beim iPhone mit dem neuen Lumia-Smartphone von Nokia gleichziehen. Die Finnen verwenden die Technologie im Lumia 920, das aber voraussichtlich erst im November und damit deutlich später als das iPhone 5 erscheint.

NFC: Das iPhone als Türöffner

Mit einem NFC-Chip würde das iPhone 5 technisch nicht nur zu den Top-Smartphones anderer Hersteller, wie dem Galaxy S3 von Samsung, aufschließen. Mehr noch: Apple könnte der schon seit Jahren vor sich hindümpelnden Technologie zum Durchbruch verhelfen. Bisher hat sich das drahtlose Bezahlen noch nicht etabliert. Doch mit der Passbook-App liefert iOS 6 die passende Software, um Bargeld, EC- und Kreditkarte überflüssig zu machen.

Speicher: Ab in die iCloud?

16 bis 64 Gigabyte Speicherplatz stellen die meisten Nutzer zwar zufrieden und mehr baut die Konkurrenz auch nicht ein. Aber hochaufgelöste Fotos, Apps und weitere Dateien belegen schnell mehr Platz als man denkt. Eine Aufstockung würde dem iPhone 5 trotz der iCloud gut tun.