Das fliegende Auge: AR.Drone 2.0 mit 720p-Kamera

Die AR.Drone war ein Bestseller, jetzt hat der Hersteller dem Quadrocopter einige grundlegende Updates verpasst. Mit denen lässt sich das ungewöhnliche Fluggerät als fliegendes Auge nutzen und zeichnet dabei hochauflösende Bilder auf. Damit eignet sich das Gerät auch für ungewöhnliche Aufnahmen aus der Vogelperspektive.

Das Wichtigste vorab: Parrot hat di Kamera seiner Flugdrohne überarbeitet. Die nimmt jetzt Bilder in HD-Auflösung auf und überträgt sie in 1.280 x 720 Pixeln auf iPhone und iPad. Damit lässt sich der Quadrocopter noch besser fernsteuern und taugt gleichzeitig als fliegende Kamera.

Denn mit dem neuen Fluggerät wurde auch die App überarbeitet. Verbunden über ein Wlan schickt die AR.Drone 2.0 Bilder und Videos auf iPhone und iPad, wo sie sich für die weitere Verwendung abspeichern lassen. Optional lässt sich die … leichte Drohne auch mit einem USB-Stick ausstatten. Der Hersteller verspricht, dass die Neuauflage stabiler und besser vor Stürzen geschützt sein soll als der Vorgänger.

Ferner verfügt die neue App über einen “Absolut Control”-Modus. Dabei handelt es sich um einen Flugassistenten, der den Quadrocopter stabil in der Luft hält und so auch Anfängern ein positives Flugerlebnis bescheren soll. Nach dem Drücken der “Flip”-Taste schlägt die AR.Drone beispielsweise einen Salto. Außerdem lassen sich in der App die maximale Flughöhe und die Geschwindigkeit der Quadrocopters einstellen.

Vier Brushless-Motoren halten den First-Person-View-Flieger in der Luft. Die Technik, zu der ein ARM-Cortex-A8-Prozessor mit einem Gigahertz Taktrate gehört, könnte sich auch in einem Smartphone wiederfinden. Zum Lieferumfang gehören außerdem zwei Hüllen. Eine für den Indoor-Bereich zum Schutz der Rotoren und eine für den Outdoor-Bereich für bessere Aerodynamik.

Die AR.Drone 2.0 geht mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 299 Euro an den Start. Die Vorgängerversion kostet bei Online-Händlern derzeit rund 200 Euro. Für Besitzer der ersten Ausgabe dürfte die bessere Kamera das stärkste Argument für den Kauf des neuen Modells sein.

Die Verbindung vom iPhone oder iPad – dem Steuergerät – zur AR.Drone 2.0 erfolgt über WLAN. Dies bedeutet, dass die typische Reichweite der Steuerung im Freien maximal 100 Meter beträgt. Damit ist die Drohne nichts für RC-Profis, die mit ihren Fluggeräten an die Grenzen gehen wollen. Für Technikverrückte, die mit dem iPad die Stadt von oben erkunden wollen, ist der ausgefeilte Quadrocopter mit seiner ausgeklügelten Software aber ein gelungener Freizeitspaß.