CES 2012: Warum die TV-Branche Angst vor Apple hat

Als Shaun Dubrovik in seiner Einführungsrede die diesjährigen Trends der Consumer Electronics Show in Las Vegas präsentierte, war der Saal gut gefüllt. Die TV-Branche erwartet 2012 einige Neuerungen. Und die Flaggschiffe in der Industrie scheinen eine gehörige Portion Respekt vor dem zu haben, was Apple in seinen Laboren entwickelt. Hier ein paar Gründe, warum sie auch allen Grund dazu haben.

Kaum ein Gadget scheint eine Branche so sehr in Aufruhr zu versetzen wie das allseits diskutierte “iTV”, ein Fernseher aus dem Hause Apple. Vor allem mit Blick auf die diesjährige Consumer Electronics Show (CES). Der Grund dafür ist klar: Mit dem iPad begründete Apple vor zwei Jahren einen Markt, bei dem das Unternehmen auch jetzt noch die größten Erlöse einspielt.

Und das, obwohl die Konkurrenz im vergangenen Jahr mit rund 80 Tablets auf der Besuchermesse in Las Vegas aufwartete und in diesem Jahr gleich hundert weitere nachschießen will.

Man will schlicht keine Marktanteile abgeben oder einen Trend verschlafen, den Cupertino für sich nutzen könnte. Doch Apple hält so einige Kohlen im Feuer, die das Unternehmen zu seinen Gunsten nutzen könnte. Da wäre zum Beispiel die enge Partnerschaft mit Corning. Der Gorilla-Glass-Hersteller sorgt dafür, dass iPhones und iPads mit einem robusten Glas ausgestattet sind.

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Die zweite Generation des Glases soll Einfassung überflüssig machen. Nutzt Apple seine Beziehungen richtet, könnte dabei ein TV mit nahtlos verbautem Display herauskommen.

Während die deutsche TV-Branche noch jeden neuen HD-Kanal frenetisch feiert, ist man in den USA schon zwei Schritte weiter. Nach dem 3D-Trend pushen die Hersteller die Standardisierung von 4K-TV, also Fernsehen mit der vierfachen Auflösung von aktuellem High Definition mit 1080p. Apple war dafür bekannt, als erstes Unternehmen extrem hochauflösende Displays im iPhone 4 zu verbauen. Vermutlich dürfte die Integration eines 4K-Display aber auch den Preis des Gerätes in astronomische Höhen treiben.

Zugriff auf 14.000 Filme und 85.000 TV-Episoden

Bei der Bedienung wäre Apple außerdem nicht darauf angewiesen, das Rad neu zu erfinden. Während andere Hersteller App-Allianzen bilden, könnte der Konzern aus Cupertino das eigene Betriebssystem iOS nutzen und das vermeintliche iTV an den Appstore bzw. iTunes andocken. Damit wäre das Unternehmen der Konkurrenz auf einen Schlag um Längen voraus.

Warum? Ein Blick auf die iTunes-Zahlen genügt: mehr als 20 Millionen Songs, mehr als 10.000 Musikvideos, mehrere zehntausend Hörbücher, über 14.000 Filme (zum Ausleihen und Kaufen), über 85.000 TV-Episoden und mehr als 500.000 Apps für iPhone und iPod touch und über 140.000 Programme speziell für das iPad. Zudem könnte der Fernseher auf das Podcast-Verzeichnis im iTunes Store zugreifen, das aktuell über 200.000 kostenlose Audio- und Video-Podcasts umfasst.

Außerdem könnte das Gerät mit Apples Sprachassistent Siri zusammenarbeiten, wie ein Blogger schon eindrucksvoll demonstriert hat. Dass mit AirPlay schon ein Standard zur Interaktion mit weiteren Apple-Gadgets besteht, ist gesetzt.

(via CultofMac)

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