BYOD macht Unternehmen für junge Fachkräfte attraktiv

Young Professionals schauen bei ihrer Arbeitsplatzwahl genau hin: Welches Unternehmen ist ein besonders attraktiver Arbeitgeber? Das, welches ihnen auch persönliche Freiheit bietet.

Auf ihrer Suche nach dem geeigneten Arbeitsplatz suchen Young Professionals gezielt nach Unternehmen, die ihnen, wenn es um Kommunikation geht, auch persönliche Freiheit bieten. Das schließt ein, dass sowohl privat als auch beruflich dieselben Tools und Endgeräte genutzt werden. Doch Bring Your Own Device, kurz BYOD, stellt IT-Leiter vor bedrohlich wirkende Herausforderungen. Meiner Meinung nach kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Denn mit den richtigen Vorkehrungen lässt sich dieser Trend gut ins Unternehmen integrieren. Mit entscheidenden Vorteilen.

Die IT-Verantwortlichen haben bei BYOD zunächst Sicherheitsbedenken, weil es das Unternehmensnetz anfälliger für Daten-Lecks und externe Bedrohungen mache. Sicherlich macht den IT-Abteilungen auch die schiere Zahl der verschiedenen, scheinbar schlecht zu administrierenden Geräten Angst. Doch anstatt davor zurückzuschrecken und BYOD im eigenen Unternehmen grundsätzlich zu verbieten, sollten vielmehr so schnell wie möglich entsprechende Richtlinien und Prozesse dafür aufgesetzt werden. Der Trend ist in 95 Prozent der größeren US-Unternehmen angekommen, weltweit ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis BYOD zum beruflichen Alltag gehört. Die IT-Bereiche müssen rechtzeitig und richtig darauf zu reagieren.

Überhaupt müssen sich Unternehmen Gedanken machen, wie sie für junge Fachkräfte attraktiver werden können. Im „War of Talents“, der aus dem Fachkräftemangel auf dem Markt resultiert, setzt sich nur das Unternehmen durch, das die interessantesten Angebote unterbreitet. Für Young Professionals zählen Faktoren wie ein hohes Einstiegsgehalt oder ein Firmenwagen nicht so viel wie persönliche Freiheit in der Kommunikation und der Wahl der Technik, mit der sie arbeiten wollen. Sie erwarten, dass sie ihre privaten Geräte überall einsetzen und digitale Technologien in der Form nutzen dürfen, wie sie es aus ihrem privaten Umfeld gewohnt sind. Bei der Wahl ihres zukünftigen Arbeitgebers spielt das also eine große Rolle. Und hier kommt BYOD ins Spiel, da es beide Faktoren in sich vereint. Dadurch, dass die jungen Fachkräfte ihre privaten Geräte für die Arbeit nutzen dürfen, müssen sie sich nicht umstellen und können mit den aktuellen Technologien arbeiten, die sie favorisieren. Ein unschlagbares Argument für die Generation der Digital Natives.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, klare IT-Regeln und -Richtlinien im Unternehmen aufzustellen, zu kommunizieren und die Mitarbeiter gründlich zu schulen. Die Einhaltung der Regelungen sollte stetig kontrolliert werden, um Sicherheitsrisiken, die BYOD mit sich bringen kann, zu minimieren.

Im Gegenzug für eine erweiterte IT-Sicherheitspolitik bieten BYOD und die damit verbundenen Freiheiten den Unternehmen dafür massive Wettbewerbsvorteile. Ich halte jede Wette: Stellt man Young Professionals vor die Wahl, werden sie sich höchstwahrscheinlich für das Unternehmen entscheiden, das ihnen den Umgang mit IT gemäß ihrer privaten Bedürfnisse und Nutzungsgewohnheiten ermöglicht. Wer sich diesem Trend hartnäckig verschließt, wird schnell das Nachsehen haben. Oder was denken Sie?