Bundestag: Wir sagen Ja zum iPad

Jimmy Schulz mit iPad im BundestagÜber mangelnde öffentliche Aufmerksamkeit für seine Produkte kann sich Apple bekanntermaßen nicht beklagen. Aber Jimmy Schulz hat besonders viel für das Unternehmen aus Cupertino getan. Seit Schulz im Bundestag seine Rede vom iPad ablas und die Bild-Zeitung darüber berichtete, spätestens seitdem kennt jeder in Deutschland das iPad. Jetzt hat dazu auch ein Bundestagsausschuss getagt und eine “zeitgemäße Entscheidung” getroffen.

In Zukunft dürfen die Abgeordneten im Parlament das iPad verwenden. Der Ausschuss für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung hat dies beschlossen. “Das ist eine absolut zeitgemäße Entscheidung. Sie zeigt, dass der Bundestag mit der technischen Entwicklung Schritt hält”, sagte Manuel Höferlin, Medienbeauftragter der FDP.

Erlaubt sein sollen aber nur Geräte, die man nicht aufklappen kann und die geräuschlos sind, also ohne Lüfter oder mechanische Tastatur betrieben werden können. Notebooks hingegen sollen wie Handy-Telefonate weiterhin verboten bleiben.

Der 1968 in Freiburg geborene Jimmy Schulz hatte den Stein ins Rollen gebracht. Er las am 10. Juni 2010 eine Rede im Bundestag vom iPad ab. Anschließend hatte das Bundestagspräsidium eine generelle Klärung verlangt, weil die Verwendung elektronischer Hilfsmittel bisher nicht erlaubt war.