Blogger entlarven Fake-Apple-Stores

Fake Apple StoreSeit einigen Tagen entbrennt in der Gadget-Szene eine Debatte um gefakte Apple Stores. Läden, in denen Apple-Produkte verkauft werden, die aber keine Autorisierung seitens Apple besitzen. Jetzt machen User weltweit Jagd auf die Fake-Apple-Händler. Und werden fündig.

Die Bloggerin BirdAbroad staunte nicht schlecht, als sie in der Stadt Kunming im Südosten Chinas auf einen Apple Store stieß. Alles sah so echt aus: der Look, die Plakate, die Produkte, sogar eine Genius Bar gab es. Nur eines machte sie stutzig. So stand am Eingang des Ladens in holprigem Englisch “Apple Stoer”. Eine kurze Recherche ergab: Dieser Store ist nicht von Apple. Fortan entbrannte eine Diskussion um Fake-Stores. Bislang hat Apple sich noch nicht offiziell dazu geäußert. Auch wenn eine Apple-Sprecherin gegenüber der “Daily Mail” bestätigt hat, der Laden sei nicht von Apple autorisiert, wie Spiegel Online berichtet. Der Originalbeitrag wurde nach Angaben der Bloggerin millionenfach geklickt in den vergangenen drei Tagen.

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In einem neuen Blog-Posting fordert die Bloggerin ihre Leser auf, ihr nun Fotos von gefälschten Apple Stores zu schicken. Und tatsächlich: Blogger entdeckten weitere Fake-Stores. Unter anderem in Bogota, Kolumbien. Auch dieser Store hätte den “normalen” Apple Stores zum Verwechseln ähnlich gesehen.

In dem betroffenen Geschäft in Kunming wollen nun offenbar enttäuschte Kunden ihr Geld zurück haben, wie Reuters berichtet. Die Beschäftigten in dem Geschäft verteidigen jedoch die verkaufte Ware: “Die Medien stellen uns als Fälscher dar, aber wir verkaufen keine Fakes. Alle Produkte hier sind echt.”

Ein wenig erinnert das an den NEC-Skandal von 2006. Dort hatten Kriminelle unter dem Namen des IT-Herstellers NEC mehrere Firmen aufgebaut, Produkte vertrieben und neue entwickelt. Alles unter dem Logo von NEC. Letzten Endes geht es um die Frage: Wie viel ist geistiges Eigentum in der Tech-Welt wert? Was meint Ihr? Dass China offenbar noch nicht einmal ein Problem hat, Steve Jobs zu faken, beweist übrigens das Video eines Eistee-Produzenten.

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