Bildbearbeitung zum Anfassen: Adobe bringt Photoshop Touch für das iPad 2

Photoshop ist ab sofort in der Touch-Version für das iPad 2 erhältlich. Die rund acht Euro teure App wartet mit jeder Menge nützlicher Features auf – darunter viele Funktionen aus der bekannten Desktop-Version. Wir verraten Euch, ob die Bildbearbeitung fürs iPad etwas taugt.

“Adobe Photoshop Touch” ist ab sofort für 7,99 Euro im Appstore erhältlich. Neben der Unterstützung für die Tablet-Kamera lassen sich über die 50 Megabyte große Software Ebenen gezielt ansteuern, Auswahlwerkzeuge benutzen, Effekte anwenden und verschiedene Bearbeitungsmodi nutzen.

Natürlich ist “Photoshop Touch” keine 1:1-Kopie der Desktop-Version. Die Bedienung wurde an die Benutzung mit den Fingern angepasst. Über das sogenannte Scribble Selection Tool soll es beispielsweise möglich sein, Objekte aus Bildern zu entfernen, indem man diese mit Fingergesten grob umrahmt. Eine Refine-Edge-Technik soll außerdem Bildbereiche mit weichen Kanten versehen, die sich nur schwer mit den Fingern bearbeiten lassen.

Praktischerweise lassen sich Bilder direkt aus der Google-Suche importieren und fertige kleine Kunstwerke direkt auf Facebook hochladen. Tutorials sollen dem ungeübten User zeigen, wie er mit den richtigen Schritten gute Ergebnisse bei der Bildbearbeitung erzielt.

Auf Wunsch lassen sich die fertigen Motive auch via AirPrint ausdrucken. Wirklich genial ist die Anbindung an die Adobe Creative Cloud. Darüber können User ein Photoshop-Projekt samt Ebenen direkt mit dem Profi-Tool Photoshop Creative Suite 5 auf dem Mac oder PC synchronisieren und weiterbearbeiten.

Leider werden nur das iPad 2 und Bilder bis zu einer Auflösung von 1600×1600 Pixeln unterstützt. Und dennoch ist der erste Eindruck grundsolide. Natürlich kann das Touch-Photoshop nicht mit der Original-Software mithalten. Das muss es bei diesem Preisunterschied aber auch nicht.

Photoshop touch bietet ambitionierten iPad-Nutzern eine ganze Menge Tools, bei denen andere Bildbearbeitungsprogramme für das iPad passen müssen. Während diese sich vor allem auf die Anwendung von Effekten beschränken, gibt Adobe dem User die Möglichkeit, Hand anzulegen. Das macht nicht nur Spaß, sondern ein ganz neues Gefühl für die Bildbearbeitung.

Bevor man jetzt allerdings rund acht Euro für eine App ausgibt, für die man eventuell nur selten Verwendung findet, lohnt es, einen Blick auf das rund 20-minütige Video zu werfen, in dem der Adobe-Mitarbeiter Terry White alle wichtige Funktionen vorstellt.