Asus EeePad Slider: Android-Tablet für Vielschreiber

Asus versucht mit seinenTablets auch Vielschreiber für Android zu begeistern. Während der Hersteller für das EeePad Transformer eine Ansteck-Tastatur anbietet, befinden sich die Tasten beim EeePad Slider direkt unter dem Touchscreen. Der Nutzer muss ihn nur aufklappen und hat ein Tablet vor sich mit dem man gut arbeiten kann.

Ein Tablet mit typischer Hardware

In Sachen Hardware handelt es sich beim Asus EeePad Slider um ein typisches Tablet. Der 10,1 Zoll große IPS-Touchscreen weist eine Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln auf und bietet vergleichsweise große Blickwinkel und spiegelt relativ wenig. Für die Rechenkraft sind die Tegra-2-Plattform von Nvidia mit ihrem Zweikern-Prozessor und einem Geforce-Grafikchip sowie der ein Gigabyte große Arbeitsspeicher zuständig.

Im Benchmark-Test Quadrant Standard erreicht das Slider 1.473 Punkte und bleibt damit erstaunlicherweise deutlich hinter eigentlich identisch ausgestatteten Tablets wie dem Toshiba AT100 oder dem Sony Tablet S zurück. In der Praxis ist der Unterschied von rund 300 Punkten allerdings nicht zu spüren. Auch auf dem Tablet von Asus liefen die getesteten Apps und Spiele flüssig und mit kurzen Ladezeiten.

Als Betriebssysstem installiert Asus ab Werk Android 3.1 Honeycomb auf dem EeePad Slider . Per WLAN steht aber bereits eine Aktualisierung auf Android 3.2 bereit und der Hersteller hat bereits ein Update auf Android 4.0 Ice Cream Sandwich in Aussicht gestellt. Die Benutzeroberfläche hat Asus nur geringfügig verändert und unter anderem Polaris Office, das auch offline funktioniert, vorinstalliert.

Touch and Type

Das Asus EeePad Slidermag zwar etwas klobiger in der Hand liegen als andere Tablets, aber die Bedienung gestaltet sich problemlos. Der Touchscreen reagiert schon auf leichte Berührungen ohne Verzögerung und nach zwei oder drei Mal ausprobieren hat der Nutzer raus, wie sich der Bildschirm bequem auf- und zuklappen lässt.

Bei der Tastatur muss der Nutzer im Vergleich zu Note- und Netbook zu Abstrichen bereit sein. Die Tasten fallen beim Slider kleiner aus und liegen enger zusammen, als bei den meisten Laptops. Zudem erweisen sich Hub und Druckpunkte als weich und schwammig, so dass der Nutzer nicht immer sicher spürt ob er eine Taste gedrückt hat, sondern das Ergebniss mit den Augen kontrollieren muss.

Da Tastatur und Touchscreen so eng zusammenliegen greift der Anwender automatisch auf beide als Eingabegeräte zurück. Die kombinierte Nutzung gestaltet sich dabei deutlich bequemer, als bei einem Notebook mit Touchscreen, wo der Bildschirm weiter von den Tasten entfernt ist.

Schnittstellen, Verarbeitung und mehr

Das Gehäuse des Asus EeePad Sliderbesteht, abgesehen von dem Verbindungsstück aus Metall, aus Kunstsstoff. Es wirkt ordentlich verarbeitet und hochwertiger als das Tablet S von Sony. Das Scharnier macht einen guten Eindruck und der Tester hat das Gefühl das Tablet ewig auf- und zuklappen zu können.

Den 32 Gigabyte großen internen Speicher des EeePad Sliderkann der Nutzer mit einer MicroSD(HC)-Karte um bis zu 32 weitere Gigabyte erweitern. Ein UMTS-Modul fehlt dem Tablet leider, aber es funkt über kurze Strecken per Bluetooth und gelangt natürlich per WLAN ins Internet. An dem USB-Anschluss lassen sich zum Beispiel externe Datenträger oder ein UMTS-Stick, der noch die richtige Software benötigt, anschließen.

Bei den zwei kleinen Lautsprechern des EeePad Sliderhat Asus einen Denkfehler begangen. Ist das Tablet zugeklappt sind die Boxen abgedeckt und der Ton klingt leise und dumpf. Dies verbessert sich nur, wenn der Nutzer den Bildschirm hochklappt, was ja aber nicht immer gewollt ist.

Das EeePad Sliderverfügt über zwei Kameras. Die Webcam auf der Vorderseite ist für Videochats gedacht und bietet eine Auflösung von 1,2 Megapixeln. Die Kamera auf der Rückseite nimmt Fotos mit fünf Megapixeln auf. Darüber hinaus verfügt das rund 970 Gramm schwere Tablet noch über ein GPS-Modul, einen Mini-HDMI-Anschluss, einen Bewegungssensor, einen elektronischen Kompass sowie einen Helligkeitssensor.

Fazit: Ein Tablet zum Arbeiten

Das Asus EeePad Slider ist zwar nicht ganz so schlank wie manch anderes Tablet, doch bietet es mit seiner Tastatur für Vielschreiber einen echten Mehrwert. Ich habe selten so gut und so viel Text unter Android geschrieben. Mit dem Testgerät lässt sich unterwegs richtig gut arbeiten.

Die Tastatur mag zwar nicht perfekt sein und ein UMTS-Modul fehlt dem EeePad Slider, aber ansonsten befindet sich das Testgerät auf der Höhe der Zeit. Wer nur surfen, spielen und sich unterhalten will, sollte aber trotzdem zu einem flacheren Tablet ohne Tastatur greifen.

Die unverbindliche Preisempfehlung von Asus für das EeePad Slider beträgt 499 Euro. Im Internet weichen die Online-Händlerderzeit noch nicht von dieser Vorgabe ab.

P.S.: Dieser Test wurde direkt auf dem EeePad Slider geschrieben, aber aus Bequemlichkeit von einem Desktop-Rechner aus online gestellt.

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