Apps für Apple-Rechner: Wird der Mac App Store ein Erfolg?

Mac App Store geht an den StartDer Start des App Store für Mac-Rechner steht unmittelbar bevor. Wird sich die Erfolgsgeschichte der Anwendungen für iPad, iPhone und iPod touch auch bei den Apple-Computern wiederholen? Wir haben die Pro und Cons zusammengetragen.

Zweieinhalb Jahre nach dem Start gibt es im App Store mehr als 300.000 Anwendungen. In diesem Jahr wird Apple Schätzungen zufolge zwei Milliarden Dollar mit Apps umsetzen.

Aber ob sich der Erfolg so einfach auf Mac-Rechner ausweiten lässt, ist mindestens wegen eines Punktes ungewiss: Im Unterschied zum App Store für iPad, iPhone und iPod touch gibt es Apps für Computer bereits seit Jahrzehnten, sie trugen bisher schlicht einen andern Namen, nämlich Software.

Für iPhone, iPod touch und iPad gibt es zum App Store keine Alternative. Für Mac-Rechner schon. Und zwar eine tendenziell günstigere. Denn beim Verkauf über den Mac App Store, der am 6. Januar startet, wird Apple – wie bereits beim App Store – 30 Prozent vom Verkaufspreis behalten.

Die Folge: Entweder die Software wird im Mac App Store teurer als beim traditionellen Download angeboten oder die Hersteller verzichten auf 30 Prozent ihrer Einnahmen.

Pages im Mac App Store

Auf der anderen Seite: Gerade für kleine Entwickler ist der Verkauf ihrer Software bereits heute mit zusätzlichen Kosten verbunden, nämlich wenn sie ihre Software auf externen Plattformen anbieten oder ein Marketingbudget für das Bekanntmachen des eigenen Produkts aufwenden müssen. Im Mac App Store können sie nun ihre Anwendungen direkt einstellen. Weil der App Store stark frequentiert wird, bekommen Apps Aufmerksamkeit.

Was außerdem für einen Erfolg des Mac App Stores spricht:

  • Das Herunterladen von Software-Titeln von Apple und Drittherstellern ist im App Store deutlich einfacher. Alleine schon deshalb, weil unterschiedliche Software an einem einzigen Ort und mittels eines einzigen Verfahren angeboten wird.
  • Auch die Abrechnung erfolgt bei allen Programmen gleich, nämlich über die im iTunes-Konto hinterlegte Kreditkarte.
  • Der Mac App Store bietet zudem den Service, die User regelmäßig auf Updates für die auf den Apple-Computer installierte Programme hinzuweisen.
  • Einmal gekaufte Apps lassen sich auf jedem Rechner installieren, auf dem man mit seinem iTunes-Account eingeloggt ist.

Apps lassen sich auf verschiedenen Rechnern installieren

Was sonst noch über den Mac-App Store bekannt ist: Wie beim App Store auch, wird es die Möglichkeit geben, eine kurze Review zu den Apps zu schreiben, die man runter geladen hat.

Was wir außerdem vermuten: Die Preise für die Mac-Apps werden höher sein, als die im App Store. Schon die Apps für das iPad sind häufig teurer als für iPhone und iPod touch mit ihrem kleineren Display. Es ist zu vermuten, dass die Anbieter versuchen werden, Preise durchzusetzen, wie sie bereits bisher für ihre Software verlangen.

Apple geht diesen Weg vor: Während beispielsweise iMovie für iOS-Geräte 5 Dollar kostet und die iWork-Apps für das iPad je 10 Dollar, wird das Unternehmen für die Mac-App-Versionen voraussichtlich 15 Dollar, beziehungsweise 20 Dollar verlangen.

By the way: justapps.de wird in Zukunft selbstverständlich auch über Apps für Mac-Rechner berichten und diese testen. Unsere Kategorienleiste links vom Artikel, die anzeigt, auf welche Geräte sich die News oder ein Test bezieht, haben wir bereits um den Eintrag “Mac” ergänzt.

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