AppNation: Eine Million Apps bis 2012

Zwei Tage lang treffen sich Entwickler, Medienleute und Marketingexperten auf der ersten AppNation in San Francisco. Die Unterzeile der Konferenz machte die Erwartungen deutlich: “Show Me The Money”. Die veröffentlichten Zahlen und Prognosen versetzen eine ganze Branche in Goldgräberstimmung.

Gleich zur Eröffnung der Konferenz am Montagmorgen veröffentlichten die Analysten von Nielsen ihre Studie “State Of Mobile Apps” und sorgten für gute Laune unter den rund 800 Teilnehmern. Danach ist die Mehrheit der Mobilfunknutzer grundsätzlich bereit, für Apps Geld auszugeben, im Gegensatz zu der vorherrschenden Meinung, dass im Netz alles gratis sein sollte. “Das ist ein dramatischer und fundamentaler Wandel in der digitalen Landschaft”, sagt Nielsen-Vorstand Jonathan Carson.

Drew Ianni, Leiter der AppNation, legte nach: “Der Markt hat ein riesiges Potenzial. Wir glauben, dass bis 2012 eine Million Apps entwickelt sein werden.” Aktuell kommen die beiden vorherrschenden mobilen Betriebssystem Apples iOS und Googles Android auf zusammen 340.000 Apps.

iPhone-Nutzer kauffreudig, Android holt auf

Nielsen belegte steigende Verkaufszahlen von Smartphones in den USA und wies in einer Umfrage unter 4000 Mobilfunknutzern nach, dass 59 Prozent der Besitzer eines Smartphones mindestens eine App in den vergangenen 30 Tagen heruntergeladen haben. Bei iPhone-Besitzern kommen auf zwei Gratis-Downloads eine bezahlte App und 43 Prozent haben Updates auf eine kostenpflichtige Vollversion vollzogen. Am größten ist die Bezahlbereitschaft für Spiele (91 Prozent), gefolgt von Apps zur Unterhaltung (86), für die Navigation (84), zur Leistungsförderung (82), Ernährung (77) oder für Nachrichten.

Während Apples Anteil am App-Markt um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 39 Prozent gefallen ist, wächst der Anteil von Android-Apps um zwei auf 14 Prozentpunkte. Dagegen ist die Kaufbereitschaft für Apps bei dieser Gruppe noch nicht so ausgeprägt. Bei ihnen kommt eine bezahlte App auf 3 1/2 Gratis-Apps.