Apples Marketing Coup: Alle Beatles-Platten im iTunes-Store

The Beatles - Startseite von AppleAlle Studio-Alben und Collections der Beatles gibt es ab sofort im iTunes-Store zu kaufen. Jedes Album ist mit iTunesLP ausgestattet und enthält Songtexte, Fotos und mehr. Die Platten kosten zwischen 12,99 Euro und 19,99 Euro. Alle Studio-Platten plus Videos sowie eine Past Master-Collection gibt es als “The Beatles Box” für 149 Euro.

Wir haben Großes erwartet, weil Apple Großes angekündigt hatte. Die Startseite war freigeräumt worden für die Ankündigung „Morgen ist ein ganz normaler Tag. Den Du nicht vergessen wirst.“ Jetzt ist der Tag da, und um ehrlich zu sein: Wir sind ein wenig enttäuscht.

Die Nachricht zum Tag, den wir angeblich nie vergessen werden, ist, dass es jetzt erstmals die Beatles-Musik online zu kaufen gibt.

17 Werke lassen sich bei iTunes runterladen. Alle Studio-Alben und Collections. Das ist schön. Wir mögen die Beatles. Aber dafür eine derart große Ankündigung? Schließlich geht es nicht um unveröffentliches Material, sondern lediglich darum, dass es die Beatles-Platten nun auch online zu erwerben gibt.

Beatles-Sammlung im iTunes-Store


Die Alben kosten zwischen 12,99 Euro und 19,99 Euro.

Beatles-Platten bei iTunes

Für 149 Euro gibt es “The Beatles Box” (iTunes-Link). Sie umfasst die 13 Studioalben der Band, sowie die Past Master-Collection.

Die Zusammenstellung ist mit iTunesLP ausgestattet und enthält Mini-Dokus zu jedem Album sowie Fotos, den Covertext und ein Video des Konzerts der Band im Washington Coliseum, das 1964 stattfand.

Historie

Die Plattenfirma EMI hatte bisher verhindert, dass der Beatles-Nachlass auch online zu kaufen war. EMI hat die Rechte an den Aufnahmen – und nun offenbar eingelenkt.

Der Grund, warum Apple die Beatles-Platten nun so offensiv verkündet, dürfte in der Historie liegen. Im Jahr 1978 verklagte die Beatles-Plattenfirma Apple Corps den Computerhersteller Apple Inc wegen des gleichen Firmennamens. Der Streit endet mit einem Vergleich und der Zusicherung Apples in Zukunft nichts mit Musik zu tun haben zu wollen.

Der Streit flammte 2003 mit dem Start von iTunes erneut auf. Wieder verklagte die Plattenfirma den Computerhersteller. Mit weiteren Vergleichszahlungen wurde die Auseinandersetzung 2007 beigelegt.

Steve Jobs hat sich seitdem persönlich um die Vertriebsrechte der Beatles-Musik bemüht.