Apples Kampf gegen die Porno-Industrie

In Cupertino strengt man eine groß angelegte Klage gegen die mobile Porno-Industrie an. Damit sind die Schmuddelfilmchen auf Rädern gemeint. Viele Anbieter haben sich auf iPhone-Formate spezialisiert. Apple is not amused.

Hätten Sie hinter iPhone4S.com eine Porno-Webseite vermutet? Wohl kaum. Genau deswegen strebt Apple derzeit eine Klage gegen sieben Anbieter von Hardcore-Pornos speziell für das Smartphone formatiert an. Um sicher zu gehen, dass die Klage auch gehört wird, hat man die Weltorganisation für geistiges Eigentum mit ins Boot geholt.

Es scheint Apple ums Grundsätzliche zu gehen. Das iPhone soll kein Türöffner für unsittlichen Schmuddelkram werden. Dabei scheint sich rund um das Smartphone eine Industrie gebildet. Webseiten wie porn4iPhones.com, iPhonecamforce.com oder iPhonecam4S.com schießen wie Pilze aus dem Boden.

Nicht nur um Verwirrung bei Domainnamen zu vermeiden strebt Apple eine Klage an. Der verstorbene Gründer Steve Jobs war dafür bekannt, sich rigoros dafür einzusetzen, dass seine iPhones und iPads nicht als Porno-Gadgets instrumentalisiert würden. Das trieb bei Apple teilweise kuriose Blüten. So wurden in der Vergangenheit beispielsweise Apps gesperrt, die Bilder des Kamasutra zeigten.

Jobs nannte das die “Freiheit von Porn”. Obwohl zwar weiterhin keine Schmuddel-Apps zugelassen werden, hat der sogenannte “Portable Porn” einen Siegeszug angetreten. Wie die Wirtschaftswoche vor einiger Zeit berichtete, profitiert das nackte Geschäft so massiv vom iPad wie keine andere Branche. Das US-Erotikunternehmen Digital Playground verbuchte nach der Einführung des iPads aus dem Stand zwanzig Prozent mehr Visits. Die Zweideutigkeiten in diesem Satz bitten wir zu entschuldigen…

(via CultofMac)

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