Apple-CEO Tim Cook: Neue Hinweise auf Apples iTV

Der Apple-CEO Tim Cook  führte gestern auf einer Goldman-Sachs-Konferenz ein ausführliches Gespräch mit Analysten. Neben einer Stellungnahme zu den Arbeitsbedingungen beim chinesischen Zulieferer Foxconn gab es auch Interessantes zur Unternehmensphilosophie, zu Siri und neue Hinweise auf Apples Einstieg in das TV-Geschäft.

Timothy D. Cook, Apple-CEO und Steve-Jobs-Nachfolger, hatte bei seiner Teilnahme an der Konferenz  “Technologie und Internet” von Goldman Sachs am Dienstag Abend einen viel beachteten Auftritt. Während Steve Jobs zu seiner Zeit als Apple-CEO den Gesprächen mit Anlegern überwigend aus dem Weg ging, plauderte Tim Cook ausführlich mit dem Goldman-Analysten Bill Shope. Wir haben die wichtigsten Inhalte des Gesprächs zusammengefasst:

Apple (i)TV
Zu einem möglichen Einstieg von Apple in das TV-Geschäft 2012 äußerste sich Cook zwar eher am Rande, denoch recht eindeutig: Er bezeichnete die derzeitige Apple TV-Box als ein “Hobby” des Unternehmens. Die Verkaufszahlen der Box könnten längst nicht mit den Smartphones, Tablets und Computern mithalten. Es sei ein tolles Produkt und wenn Apple weiter seiner Intuition folge “und weiter an diesem Strang zieht”, dann gebe es vielleicht mehr.

Siri und iCloud
iCloud hat bereits mehr als 100 Millionen Nutzer. Cook bekräftigte im Gespräch, dass iCloud zu einer Strategie der nächsten 10 Jahre gehöre. Bei der Sprachassistentin Siri handle es sich um eine neue Art der Befehlseingabe und trotz Beta-Phase könne er sich ein Leben ohne Siri nicht mehr vorstellen.

iPhone und iPad
Apple hat im vierten Quartal mehr als 37 Millionen iPhones verkauft und alle Erwartungen übertroffen. Dennoch spricht Tim Cook hier von einem “dezenten Quartal”. 90 Prozent aller Handy-Käufer entscheiden sich derzeit nicht für ein iPhone, so Cook, hier sei noch viel Wachstumspotential für Apple.

In Sachen iPad sprach Cook von dem am stärksten wachsenden Apple-Produkt. Die Geschwindigkeit der Kundenakzeptanz sei überwältigend gewesen – schneller als seinerzeit beim Mac oder iPod. Das Tablet profitiere von iPhone -und iPod-Nutzern, die sich bereits mit dem iTunes Store und App Store auskennen.

Apples Unternehmensphilosophie
Tim Cook äußerste sich nicht nur zu den einzelnen Produkten des Unternehmens, sondern ging auch auf die Philosophie und seine Rolle als CEO ein. Apple habe eine einzigartige Kultur und sei ein einzigartiges Unternehmen. Er werde es nicht zulassen, dass sich in dieser Hinsicht etwas ändere. Steve Jobs habe bei Apple vorgelebt, dass es darum gehe, gute Produkte zu machen, und sich voll auf einige wenige Dinge zu konzentrieren statt viele Dinge gleichzeitig zu machen.

Arbeitsbedingungen bei Foxconn
Was die Kritik an den Arbeitsbedingungen beim chinesischen Zulieferer Foxconn anghet, hat Cook den Standpunkt des Unternehmens bekräftigt. Es gebe null Toleranz gegenüber Zulieferern, die das geltende Arbeitsrecht bei Apple der gar Menschenrechte verletzen. Anschließend ging er auf die Partnerschaft mit der sogenannten “Fair Labor Association” ein, eine Vereinigung, die unabhängige Kontrollen in den chinesischen Fabriken durchführt. Zudem wolle Apple die Ergebnisse der Untersuchungen monatlich auf der eigenen Webseite veröffentlichen.

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