An Apple a day: Immer mehr Ärzte arbeiten mit dem iPad

Ein Stethoskop, Desinfektionsmittel und Kittel gehören zur Grundausstattung eines Mediziners. Einer Umfrage zufolge zählt bei einem Viertel aller Ärzte mittlerweile auch iPad dazu. Tendenz steigend.

Laut einer Online-Umfrage von Manhattan Research zufolge nutzen durchschnittlich 26 Prozent der Ärzte in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und Großbritannien ein iPad. Hierzulande liegt der Wert sogar mit 28 Prozent leicht über dem Durchschnitt.

Die befragten Mediziner verbringen 27 Prozent ihrer beruflichen Online-Zeit mit dem iPad. Dieser Wert ist noch ausbaufähig, da sie für 55 Prozent der Zeit im Internet einen Desktop-Rechner oder Laptop verwenden. Die übrigen 18 Prozent entfallen auf Smartphones.

Derzeit suchen die Ärzte mit dem iPad vor allem nach Informationen, lesen Fachartikel und schauen Videos an. Der Umfrage lässt sich aber entnehmen, dass ein großes Interesse bestünde mit dem Tablet die Patienten aufzuklären und die Akten zu verwalten.

Internet-Recherche statt Patienten-Akten

Sinnvolle Szenarien gäbe es genug: Statt aus seinem Gedächtnis zu zitieren oder auf bunte Farbzeichnungen zu zeigen, hält der Arzt bei der Diagnose ein iPad in der Hand. Krankheitssymptome, schematische Darstellungen oder Röntgenbilder sind so verständlicher zu präsentieren.

Die Anzeige von medizinischen Schaubildern sind für das iPad kein Problem, doch für die weiteren Anwendungen müssen nicht nur technische Grundlagen geschaffen werden, sondern auch für Datenschutz gesorgt sein. Schließlich will ja niemand, dass seine Krankheitsgeschichte an Dritte gelangt.

Viele Ärzte wollen iPad kaufen

In einem Jahr könnten sich die Werte stark erhöhen, denn 40 Prozent der Befragten gaben an, in den kommenden sechs Monaten ein iPad kaufen zu wollen. Falls sich jemand wundert, das ihm noch keiner seiner Ärzte ein iPad unter die Nase gehalten hat: Manhattan Research hat die Befragung im vierten Quartal 2011 online durchgeführt. Damit richtet sich die Studie vor allem an eine junge, technikaffine Ärtze-Community.

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