Amazons Kindle stürzt ab: iPad ist der gefragtere eBook-Reader

Das Kindle verliert gegenüber dem iPad an BodenDer Kindle von Amazon gilt als der eBook-Reader Nummer Eins. Doch das dürfte sich bald ändern. Der Kindle verliert an Boden, das iPad holt kräftig auf – und setzt zum Überholen an.

Sie waren mit die Ersten, aber sie werden vermutlich nicht die Letzten auf dem Markt für elektronische Lesegräte sein: Amazon und sein Kindle. Seit November 2007 gibt es den Kindle in den USA und seit Oktober 2009 kann man ihn auch in Deutschland kaufen.

Das Lesegerät von Amazon gibt es mittlerweile in der dritten Generation. Und obwohl der Preis für den Kindle 3 rapide gesunken ist, von 359 Dollar auf zwischen 139 und 189 Dollar, verliert der Kindle stetig Marktanteile. Zum Kindle 3 bei Amazon…

Der Amazon Kindle der ersten bis dritten Generation

Wie das Anlegerportal InvestorPlace berichtet, hat das Forschungsunternehmen ChangeWave 2800 Besitzer von eBook-Readern in den USA gefragt, welches Gerät sie verwenden. Noch im Februar 2010 hatten darauf 68 Prozent mit „Kindle“ geantwortet. Mittlerweile sind es nur noch 47 Prozent. Mit “iPad” dagegen antworteten im August 2010 noch 16 Prozent, im November waren es bereits 32 Prozent.

Die Zahl der Kindle-Nutzer sinkt, die der iPad-Nutzer steigt. Quelle: ChangeWave, Screenshot von InvestorPlace

Hinzu kommt, dass die iPad-Besitzer deutlich zufriedener mit ihrem Gerät sind.

Höhere Zufriedenheit mit dem iPad - Quelle: ChangeWave, Screenshot: InvestorPlace

Der Trend zum iPad wird wohl auch in der Zukunft anhalten: Von potenziellen Käufern von eBook-Readern favorisieren 42 Prozent das iPad und nur 33 Prozent den Kindle von Amazon. Damit wird das iPad vermutlich schon bald den Kindle als meist-genutztes Lesegerät ablösen.

Übrigens: Wir empfehlen die Vereinigung des besten aus beiden Welten, die Kindle-App (kostenlos, iTunes-Link). Mit der Lese-App für iPad, iPhone und iPod touch hat man Zugriff auf alle 750.000 Bücher, die es für das Kindle-Gerät gibt.

Und auch was Funktionalitätsumfang und Useability betrifft: Die Kindle-App lässt kaum Wünsche offen (siehe auch justapps.de-Artikel: Zur Frankfurter Buchmesse: Wir lieben die Kindle-App).