Acer Aspire One Happy 2: Android-Netbook im Test

Acer bietet aktuell mehrere Netbook-Modelle an, auf denen Android als zweites Betriebssystem neben Windows 7 installiert ist. Am Beispiel des Aspire One Happy 2 haben wir uns mal angeschaut, was unser Lieblings-OS auf einem kleinen Laptop ohne Touchscreen taugt.

Android auf einem Netbook

Acer hatte schon kleine Android-Linux-Distributionen auf seinen Net- und Notebooks aufgespielt. Diese sollten dem Nutzer vor allem einen schnellen Zugriff auf das Internet bieten, wenn er nur mal kurz E-Mails checken oder eine Webseite überprüfen will. Das als Haupt-Betriebssystem installierte Windows bootet hierzu zu lange.

Seit dem Sommer 2011 liefert Acer Netbooks mit Android als Zweit-OS aus. Aktuell verfügen Geräte wie das getestete Aspire One Happy 2oder das Aspire One D257 über die Android-Version 2.3.1 Gingerbread, die eigentlich für Smartphones vorgesehen ist.

Acer verzichtet bei der Installation auf eigene Android-Apps oder eine umfangreiche Anpassung der Oberfläche. Statt des Android Markets hat der Nutzer nur Zugriff auf den kleinen Insyde Market, kann sich aber über Umwege auch Apps aus anderen App Stores installieren.

Du hast den Touchscreen vergessen…

Wer Android bereits über einen Touchscreen gesteuert hat, kommt beim Acer Aspire One Happy 2 erstmal ins stocken. Der 10,1 Zoll große Bildschirm reagiert nicht auf Berührungen. Stattdessen muss der Nutzer das Touchpad und die Pfeiltasten benutzen, um den Mauszeiger oder die Auswahl zu bewegen.

Ohne Touchscreen läuft die Bedienung bei weitem nicht so flüssig und angenehm, wie mit einem berührungsempfindlichen Bildschirm. Mit den Pfeiltasten klickt sich der Nutzer zwar schnell durch Listen oder gelangt zum Symbol einer App, aber so schnell wie mit den Fingern gelingt dieses nicht – auch nicht mit dem Mauszeiger.

Als Ersatz für Streichbewegungen, um zum Beispiel auf den Neben-Bildschirm zu wechseln, muss der Mauszeiger bei gedrückter Touchpadtaste herhalten.

Mehr Leistung als Top-Smartphones

Das Acer Aspire One Happy 2 verfügt über eine typische Netbook-Hardware. Android und die getesteten Apps liefen flüssig auf dem Rechner. Im Benchmark-Test Quadrant Standard erreichte der kleine Laptop mit 2061 Punkten sogar einen deutlich höheren Wert als so manches aktuelle Android-Tablet.

In dem Netbook stecken ein N570 Atom-Prozessor von Intel, der mit 1,67 Gigahertz getaktet ist, ein ein Gigabyte großer Arbeitsspeicher sowie eine 250 Gigabyte große Festplatte. Der Bildschirm verfügt über eine Auflösung von 1.024 x 600 Pixeln.

Das Aspire One Happy 2 gelangt per WLAN ins Internet, funkt per Bluetooth über kurze Entfernungen und bietet dem Nutzer drei USB-, einen VGA- und einen LAN-Anschluss sowie ein Kartenlesegerät und zwei Audio-Buchsen.

Fazit: Nicht der Weisheit letzter Schluss

Als kleine Alternative zum eigentlichen Betriebssystem Windows 7 Starter macht Android durchaus Sinn. Das ändert aber nichts an der umständlichen Bedienung.

Wer Android ernsthaft und häufiger mit einer Tastatur benutzen will, sollte darauf achten, dass das der Bildschirm ein Touchscreen ist. Auf dem Asus EeePad Transformer lässt sich zum Beispiel bequem tippen und bei Bedarf sind die Finger schnell am Monitor. Motorola bietet für das Atrix und das neue Razr jeweils sogenannte LapDocks an, mit denen sich die Smartphones in Netbooks verwandeln.

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